Froschkäferprinzessin
Froschkäferprinzessin
Letzte Kommentare:
Zitronenjette:
Abschied? Warum? Wieso? Weshalb?Bitte weiters
...mehr

Follygirl:
Was fürn Abschied? Ist ja leider schon länger
...mehr

Gabriele Mazaracis:
Danke für den Link- geahnt habe ichs ja immer
...mehr

Bärli:
Wenn das heissen soll,Abschied von diesem Blo
...mehr

Tina:
Ich höre Menschen zu, die die DDR selbst erle
...mehr

Tina:
Es gibt und es gab niemals ein Land oder eine
...mehr

Tina:
Naja, dafür durften wir hinfahren wohin wir w
...mehr

Karin, die aus der Pampa :
Moin, und ich lebe auch da..zwar nicht dort,
...mehr

Follygirl:
Guten Morgen!...und ich lebe dort!Liebe Grüße
...mehr

Tina:
Unser zweiter Kater hieß Otto, nach Herrn Lil
...mehr

Ausgewählter Beitrag

Die Queen als Leserin

Heute will ich mal von einem Buch schwärmen.

Das Buch ist keine besondere Entdeckung von mir und hat eine große Leserschaft. Werbung braucht es also nicht.

Es ist auch kein gesellschaftskritisches Werk, legt keinen Finger in die Wunde oder zeigt irgendeine spezielle wunderbare Lösung eines häufig auftretenden Problems auf.

Es ist einfach sehr schön zu lesen. Mehr nicht.

Hier nun die wunderbare kleine Novelle:

Alan Bennett "Die souveräne Leserin"


Das schmale Büchlein erzählt in einer liebenswerten unaufdringlichen Weise, wie die Königin von England zufällig eine Bibliothek betritt, aus Höflichkeit ein Buch ausleiht und dann zu einer leidenschaftlichen Leserin wird, wie die Umgebung darauf reagiert - wie bei eigentlich allen leidenschaftlichen Lesern, leicht abfällig und es als idiotisch abtuend - und wie sie dann zur Schriftstellerin wird.

Die Queen ist so sympathisch dargestellt, das können nur Engländer. Ohne das es frech wird, immer mit dem gebührenden Respekt, kommt das Buch - und somit man selber - der (fiktiven) Queen nahe, sieht man sie als Mensch und denkt, ja, so könnte es sein, wenn sie...

Über allem liegt der feine englische Humor, der mir persönlich sehr gefällt.

Leider wird es das Buch, dass sie auf den letzten Seiten der Novelle ankündigt, nie geben. Es ist sozusagen ein Bestandteil der "Bibliothek der ungeschriebenen Bücher".


Wo sind die 777 Affen, die 777 Jahre lang auf 777 Schreibmaschinen einhacken, damit sie auch dieses Buch (per Zufall) erstellen? Einen Leser hätte es schon.



Froschkäferprinzessin 25.05.2011, 19.28

Kommentare hinzufügen











Kein Kommentar zu diesem Beitrag vorhanden